„Meine Zeit steht in deinen Händen“ (Ps 31,16a)

Liebe Leserin,
Lieber Leser,
die Zeit ist ein seltsames Ding: Als Kind scheint sie im Schneckentempo zu verrinnen. Es dauert gefühlt unendlich lang, bis der Geburtstag oder Weihnachten wieder vor der Tür steht.

Als junger Erwachsener reichen dann die 24 Stunden eines Tages manchmal gar nicht, um alles unter einen Hut zu bekommen: Beruf, Familie, Freunde, Verwandte, Hobbys. Und im Alter stellt sich bei dem einen oder der anderen das Gefühl ein, als bleibe nicht mehr viel Zeit übrig.

Die Zeit ist ein seltsames Ding. Relativ ist sie, sagt die Physik, vom Betrachter abhängend und seinem Standpunkt, und vielleicht ist es genau diese Relativität, die wir in den unterschiedlichen Abschnitten unseres Lebens spüren.

„Meine Zeit steht in deinen Händen“ sagt der Beter des 31. Psalms und gibt die Zeit damit demjenigen zurück, der sie erschaffen hat: unserem Gott, der einem jeglichen seine Zeit zuweist. Unsere (Lebens-)Zeit ist eine von Gott umgriffene Zeit, bis zum Schluss und darüber hinaus. Ganz gleich, ob sie in unseren Augen schnell verrinnt oder sich wie Kaugummi zieht, ob sie sinnvoll verbracht oder vertrödelt worden ist. Es ist von Gott umgriffene Zeit.

In diesem Sinne wünsche ich ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein frohes Jahr 2023.

Ihr Pfarrer Dr. Christian Plate

  • Wir freuen uns, die Stelle der Ehrenamtskoordinatorin für die Kleiderkammer Süd-Ost besetzen zu können. Mit Ann-Katrin Balhar stößt eine erfahrene Verwaltungsmitarbeiterin aus der Katholischen Kirche in unser Team, die im Stadtdekanat und im Kirchenfoyer arbeitet. In der Kleiderkammer wird sie u. a. für die Organisation der ehrenamtlichen Arbeit verantwortlich sein sowie die ehrenamtlichen Leiterinnen der Kleiderkammer Frau Mette und Frau Fritzsch unterstützen. Die im Umfang einer geringfügigen Beschäftigung auf drei Jahre befristete Stelle ist durch eine großzügige Diakonie-Spende möglich geworden, für die wir uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken möchten.
  • Die Energiekrise stellt auch unsere Gemeinde vor große Herausforderungen. Um uns solidarisch zu erklären und mit Blick auf die begrenzten finanziellen Ressourcen unserer Gemeinde, hat sich das Presbyterium entschlossen die Christuskirche während der Heizperiode auf 17 Grad Celsius und den großen Saal auf 19 Grad Celsius zu beheizen. Für die Gnadenkirche gelten andere Regelungen. Wir empfehlen, die Kleidung den veränderten Bedingungen anzupassen.
  • Der Kooperationsraum mit den Gemeinden Hiltrup, Frieden und Wolbeck ist gegründet. Zusammen mit einer Gemeindeberatung beraten Abgesandte der drei Presbyterien derzeit, wie der Kooperationsraum Gestalt annehmen kann und wie eine gemeinsame Verantwortung des Pfarrdienstes in dieser Region künftig aussehen kann. Sobald erste Ergebnisse vorliegen, werden wir u. a. im Rahmen eines Gemeindeforums darüber berichten.
  • Ab 1. Januar 2023 feiern wir an jedem ersten Sonntag im Monat einen Familiengottesdienst. Manchmal finden Taufen in diesem Gottesdienst statt, manchmal führt das Kamel „Eli“ durch den Gottesdienst, ein anderes Mal gibt es biblische Geschichten gespielt oder als Video, in jedem Fall die gute Nachricht unseres Gottes für Klein und Groß. Wir hoffen, dass diese klare terminliche Reglung und Regelmäßigkeit sowie eine niederschwellige Liturgie und zeitgemäße Musik dazu beitragen, dass sich Familien gerne zu unseren Gottesdiensten einladen lassen.

Eine entscheidende Veränderung wird ab dem 1. Dezember 2022 in unserem Gemeindebüro eintreten: Nachdem sie vor einigen Jahren nach Greven umgezogen ist, hat sich unsere langjährige Gemeindesekretärin Ingrid de Jong nun entschieden, auch ihren beruflichen Mittelpunkt dorthin zu verlegen.
Wir danken Ingrid de Jong für insgesamt 15 Jahre treuen und engagierten Dienst in unserer Gemeinde. Über viele Jahre war sie ein wichtiges Gesicht unserer Kirchengemeinde. Wer ins Gemeindebüro kam, wurde stets freundlich empfangen und konnte sicher sein, dass sein Anliegen zuverlässig bearbeitet wird. Wir wünschen ihr für ihre neuen Aufgaben alles Gute und Gottes Segen!

Wir freuen uns, mit Doris Ulmke eine erfahrene Verwaltungsmitarbeiterin gewinnen zu können, die ab Dezember die Stelle übernehmen wird. Doris Ulmke arbeitet schon seit vielen Jahren in der Friedens-Kirchengemeinde und dürfte dem einen oder der anderen bereits bekannt sein.

Da Doris Ulmke ihren Dienst zwischen der Friedens-Kirchengemeinde und der unsrigen aufteilen muss, werden sich die Servicezeiten des Gemeindebüros ändern. Das Büro ist ab dem 01.12. nur noch donnerstags von 09:00–13:00 Uhr geöffnet.

Konfirmation 2022 in der Ev. Kirchengemeinde Wolbeck

In zwei festlichen Open-Air-Gottesdiensten vor der Ev. Christuskirche wurden am vergangenen Sonntag, den 12. Juni, bei strahlendem Sonnenschein insgesamt zehn Jugendliche aus der Ev. Kirchengemeinde Wolbeck konfirmiert.

Mit ihrer Konfirmation ging für die jungen Leute ein spannendes Jahr zu Ende, in dem sie rund um das Thema „Glauben“ viel erfahren und erlebt haben. „Nach Gott zu suchen und sich von ihm finden zu lassen, kann ein großes Glück im Leben bedeuten“, sagte Pfarrer Dr. Christian Plate in seiner Predigt über das Gleichnis vom Schatz im Acker (Mt 13,44–46).

Wenn die Konfi-Zeit den Konfirmierten bei ihrer Suche nach Gott einen kleinen Informationsvorsprung gegeben hat, dann war diese Zeit aus Sicht Plates eine gelungene Zeit.

Dass das Glaubensleben mit der Konfirmation nicht abgeschlossen ist, sondern eigentlich erst so richtig startet, machte Alexander Michelis im Grußwort des Presbyteriums der Kirchengemeinde deutlich. Zusammen mit Presbyterin Monika Wittig gratulierte er den frisch Konfirmierten und wünschte ihnen Gottes Segen für ihren weiteren Lebensweg.

Die Musik gestaltet in gewohnt hochwertiger Weise Organistin Ilona Reifschneider. Mit einem Klaviersolo nach der Predigt verzauberte Konfirmandin Finja Grau die Gottesdienstbesucher.

Konfirmiert wurden:
Lucas Berkholz, Anna Sophia de Vries, Leon Dirkes, Finja Grau, Ernst Hunnius, Arthur Pererva, Klara Peter, Raphael Tristan Rußwurm, Melanie Schneider, Justus Johannes to Roxel

Fotos: André Clewemann

 

Liebe Leserinnen und Leser,
„Vaya con Dios“, „Geh mit Gott“, diesen segenhaften Gruß zur Verabschiedung hört man dann und wann in Spanien. Aber was bedeutet er eigentlich?

Klar, es ist der Wunsch, dass mich Gott auf meinen Wegen begleiten soll. Aber braucht er dazu eine Einladung, eine Erinnerung? Oder ist dieser Satz so gemeint, dass ich auf den Wegen Gottes gehen soll? Dass ich den Pfad nicht verlassen soll, den er mir durch sein Wort gezeigt hat? Dass ich seiner Stimme folgen soll und nicht den vielen anderen Stimmen, die mir scheinbar lohnende Ziele zurufen. Und wie ist das mit den Umwegen des Lebens, mit den Abwegen und Auswegen, mit den Schnellstraßen und den holprigen Pfaden? Wie verhält sich die Überholspur zum Standstreifen, und der Sommerweg zum Winterweg? Wann wird ein Weg zur Sackgasse und wann zum Wendehammer? Und vor allem: Wo und wie geht Gott mit oder ich mit ihm?
 
Wenn Jesus im Johannesweg sagt „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Joh 14,) dann zeigt er mir nicht nur einen Weg, er bietet sich mir selbst an! Wenn er der Weg ist, dann ist er Begleiter und Wegweiser in einem, Verkehrslotse und Pannenhilfe, Straßenbelag und Leitplanke. Jesus will mein Weg sein: ganz persönlich.  

Wie ist es mit Ihren Wegen? Auf welchem Weg befinden Sie sich gerade? Wohin sind Sie unterwegs? Der Gemeindebrief 179 lässt sich vom Motiv des Weges inspirieren und möchte alle, die in ihm lesen und stöbern, mit auf den Weg nehmen. Sind wir gespannt, wo unsere Wege uns hinführen werden, wen wir treffen werden, und ob sich unsere Wege kreuzen werden, vielleicht in dem ein- oder anderen Gottesdienst oder der ein- oder anderen Veranstaltung, auf die Sie dieser Gemeindebrief aufmerksam machen möchte.

Ganz gleich, wohin Sie unterwegs sind, möchte ich Ihnen zusprechen: „Vaya con Dios!“, „Geh mit Gott!“

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