„Hokuspokus …“ spricht der Zauberer und schon staunt das Publikum über die wundersamen Dinge, die dann passieren …  
Diesen Eindruck hat anscheinend die Abendmahlsfeier im Mittelalter hinterlassen, als der Priester die Einsetzungsworte „Hoc est corpus …“ (Dies ist mein Leib …) gesprochen hat und sich Brot und Wein zu Leib und Blut Jesu wandelten.

Und heute?

Über das, was mit Brot und Wein bei der Abendmahlsfeier passiert, existieren nach wie vor unterschiedliche Ansichten. In der gottesdienstlichen Praxis spielt dies allerdings keine Rolle mehr, vermutlich wundert sich nicht einmal mehr jemand über das, was da gerade passiert. Ist das Abendmahl also entzaubert?

Ich finde nicht.  

Beim Abendmahl kommen wir Christen zusammen, um Tischgemein-schaft mit Jesus zu feiern.  Wir gehen nach vorne, auf ein gemeinsames Ziel zu. Es herrscht Einigkeit, beim Abendmahl wird nicht gestritten, die Gedanken klären und konzentrieren sich.

Was ist wirklich wichtig? Ich werde ruhig und lasse mich sanft in Gottes Hände gleiten. Jesus Christus nachfolgen, darum geht es hier!
Wenn das kein Wunder ist: eine Gemeinschaft, die nur ein Ziel hat, die Nachfolge Jesu. Ein starkes Zeichen, gerade in Zeiten politischer Vervolgung und Unsicherheit. Frieden! Sie meinen, das geht nicht?
 
„Hokuspokus!“