Haben Sie in ihrer Kindheit auch Blockflöte spielen gelernt?

Meine Sopran-Flöte lag lange unbespielt in einer Schublade. Beim Aufräumen einmal in die Hand genommen, dachte ich mir, dass es schön wäre, sie wieder zum Leben zu erwecken. Ich kramte die alten Noten heraus und legte einfach los. Nicht schön, dafür aber lustig. Alte Erinnerungen kamen wieder hervor. Ein paar Wochen später erzählte ich meiner Freundin Heidi davon. Auch sie hatte in ihrer Kindheit Flötenunterricht. Wir verabredeten uns zum gemeinsamen Spiel. Die mitgebrachten zweistimmigen Noten versprachen schnellen Erfolg, da sie sehr einfach gesetzt waren.

Ganz euphorisch überlegten wir, wie es weiter gehen könnte, denn wir hatten beide so viel Spaß daran, zusammen zu musizieren, dass wir kleine Auftritte planten. Einer der ersten Auftritte war bei der Verabschiedung des BVA in der Gemeinde. Zugegeben, wir waren so nervös, dass wir uns unheimlich oft verspielten. Wir waren aber auch selbstbewusst genug, um nicht aufzugeben. Was ich bis dahin nicht wusste, war, dass schon seit mehreren Jahren das Ehepaar Grafe in der Adventszeit bei den Adventsgeschichten auch zweistimmig Flöte spielte: Sopran und Alt.

Ein Zusammenspiel von uns vieren war schnell verabredet. Doch mit drei Sopran-Flöten und einer Alt-Flöte gab es kaum Noten. So wechselte ich zur Tenorflöte. Regelmäßige Übungsabende fanden nun schon dreistimmig statt.

Da wir echte Freude über das gemeinsame Spiel empfanden, sprachen wir auch gerne darüber. Hinzu kam ein Aufruf im Gemeindebrief für weitere Stimmlagen. Eine zweite Altflötistin und eine zweite Tenor-Spielerin kamen mit Iris und Birgit dazu. Inzwischen spielten wir regelmäßig in den Taizé-Andachten in der Gnadenkirche Albersloh. Hier unterstützt uns Cordula mit einer Violine.

Und, wer hätte es gedacht, auch sie kann natürlich Flöte spielen: Piccoloflöte, noch eine weitere Stimme! Nun fehlte eigentlich nur noch eine Bassflöte… aber die ist sehr teuer und auch nicht einfach zu spielen. Bei einem Übungsabend kam Iris mit einer Überraschung zu uns. Sie hatte sich nun eine eigene Bassflöte zugelegt. In ihrer Kindheit hatte sie schon Bass spielen gelernt. Das war für uns alle eine große Freude. Wie Weihnachten. Nun können wir fünfstimmig spielen. Juchhu!

Unsere Auftritte sind mehr geworden. Wir haben neben den Taizé-Andachten in Gottesdiensten, im Altenheim, im Sozialzentrum Albersloh und beim Seniorenkaffee in der Gemeinde gespielt – gut, dass ich meine Schublade damals aufgeräumt habe.


Und nun zum Werbeblock: Haben Sie auch Freude daran, in der Gemeinde zu musizieren? Wir könnten noch eine Altstimme gebrauchen und eine Tenorstimme oder eine …