Evangelische Kirchengemeinden werden vom gewählten Presbyterium geleitet. Dies geschieht in gemeinsamer Verantwortung zwischen PfarrerIn und PresbyterInnen. Das Presbyterium kümmert sich mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin um das Management der Gemeinde (Personalfragen, Finanzen, Gebäude, …) und darum, dass Fragen des Glaubens verantwortungsvoll behandelt werden. Vieles davon läuft in geregelten Bahnen, auch das Kreiskirchenamt hilft dabei. Manches braucht aber auch Herz und Verstand, damit die Dinge gut und segensvoll laufen. Und dann gibt es natürlich noch das Gemeindeleben: kein Pflichtprogramm, sondern die Kür! PresbyterInnen können hier eine Menge anstoßen und bewirken, ganz nach Lust und Fähigkeiten.

Die evangelischen Kirchengemeinden werden nicht von oben gesteuert. Die Gemeindeglieder müssen Menschen wählen, die die Gemeinde leiten und als Team die Verantwortung tragen, also z.B. den Umgang mit Ehrenamtlichen prägen: wird jeder unterstützt, oder muss man erst einen Antrag stellen, wenn man aktiv werden will?

So einfach, wie diese rhetorisch klingende Frage ist die Antwort manchmal nicht. Hier liegt die Verantwortung zwischen dem Wunsch nach einer lebendigen Gemeinde und dem Zerrbild einer beliebigen Gemeinde. Im Austausch miteinander, vielleicht auch im Erstellen einer Konzeption, entsteht ein gemeinsames Bild, das hilft einen guten, eigenen Weg zu finden.

In Wolbeck wie in Frieden werden Menschen gebraucht, die diese Verantwortungen in einem Team tragen wollen. Und wenn Sie jetzt denken, dass Sie da nicht ins Bild passen … ein gutes Team braucht Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenserfahrungen, sonst gibt es keinen Austausch, sonst wird die Gemeinde in ihrer Vielfalt nicht wahrgenommen.

Am 1. März 2020 werden in der Evangelischen Kirche die Presbyterien neu gewählt. Gehen Sie wählen und lassen Sie sich wählen!

Beate S. Herbers
Vorsitzende des Presbyteriums der Ev. Friedenskirchengemeinde