Um die Jugendarbeit in unserer Gemeinde neu aufzustellen, hat das Presbyteri-um beschlossen, zum 1. September 2019 eine Jugendreferentenstelle im Umfang von 25% der regulären Arbeitszeit einzurichten (vorerst befristet auf 2 Jahre). Wir freuen uns, dass wir unseren langjährigen Laienprediger und CVJM-Mitarbeiter Søren Zeine für diese Stelle gewinnen konnten. Im Erntedankgottesdienst am 6. Oktober um 11:00 Uhr in der Gnadenkirche Albersloh wird er offiziell in seine Stelle eingeführt werden. Søren Zeine wird im Umfang von 10 Wochenarbeitsstunden regelmäßige und projektbezogene Angebote für Jugendliche und junge Familien in unserer Gemeinde anbieten. Da unsere Haushaltsmittel für die dauerhafte Finanzierung dieser Stelle nicht ausreichen, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen und wollen Ihnen schon jetzt diese wichtige Investition in die Zukunft unserer Kirche sehr ans Herz legen (2052).

Ebenfalls zum 1. September läuft eine neue Kooperation zwischen unserer Gemeinde und der Stadt Sendenhorst an: Die Über-Mittag-Betreuung der Ludgerusschule Albersloh wird für die Dauer von drei Jahren die Räumlichkeiten der Gnadenkirche nutzen. Ca. 40 Kinder werden dort an Werktagen in der Zeit von 11:00 bis 14:00 Uhr spielen, basteln und Hausaufgaben machen. Betreut werden sie von Mitarbeiterinnen der AWO. Auf diese Weise gelingt eine engere Verknüpfung der Kirchengemeinde mit der Grundschule, und der zu erwartende Mieterlös kommt dem Erhalt der Gnadenkirche zugute.

Herzlich laden wir zum nächsten Gemeindeforum am Freitag den 28. August um 19:00 Uhr in das Gemeindezentrum an der Christuskirche Wolbeck ein. Inhaltlich wird es um Informationen aus dem Gemeindeleben gehen wie z. B. die neu eingerichtete Jugendreferentenstelle oder die bauliche Situation unserer beiden Glockenstühle sowie um den Austausch über aktuelle Fragen der Gemeindearbeit.

Bereits jetzt möchten wir auf die Kirchenwahl hinweisen, die am 1. März 2020 stattfinden wird. Turnusmäßig werden die Presbyterien aller Kirchengemeinden unserer Landeskirche nach 4 Jahren neu gewählt. Das Presbyterium unserer Gemeinde verfügt über 6 Sitze plus Pfarrer. Das Wahlverfahren beginnt mit der Gemeindeversammlung am 10. November 2019 im Anschluss an den Gottesdienst in der Christuskirche Wolbeck um ca. 12:30 Uhr. Von diesem Tag an können bis zum 29. November Wahlvorschläge an das Presbyterium gerichtet werden. Vorschlagbar ist jedes Gemeindeglied, das das 18. Lebensjahr vollendet hat und die Unterschrift von mindestens 5 Vorschlagenden auf sich vereinigen kann. Das aktive Wahlrecht besitzen alle Gemeindeglieder, die das 14. Lebensjahr vollendet haben, also auch unsere frisch Konfirmierten!

Pfarrer Hartmut Hawerkamp hat nach 17 Jahren die Friedens-Kirchengemeinde verlassen und wurde mit einem feierlichen Gottesdienst am 7. Juli verabschiedet. Ab September wird er das EKD-Auslands-Pfarramt der Deutschen Gemeinde in Kenia und Uganda mit Sitz in Nairobi übernehmen. Sein Weggang macht uns traurig, da die gute Kooperation beider Gemeinden eng mit seiner Person verknüpft ist. Für seine neue berufliche Aufgabe und das Ankommen in Afrika wünschen wir ihm und seiner Familie alles Gute, Gottes Segen und viel Entdecker-Freude!

Aufgrund der traditionell eher geringeren Gottesdienstbesucherzahlen in unserer Gemeinde während der Ferien- und Urlaubszeit sowie der vakanten Pfarrstelle in der Friedens-Kirchengemeinde haben die Presbyterien beider Gemeinden beschlossen, während der Sommerferien die Gottesdienstanzahl an unseren drei Kirchorten zu reduzieren. Im Rahmen einer „Sommerkirche“ wird im wöchentlichen Wechsel jeweils nur ein Gottesdienst in der Friedenskirche oder der Christuskirche Wolbeck angeboten. Am 4. August gibt es zusätzlich einen Gottesdienst in Albersloh. Der Gottesdienstplan in unserem Gemeindebrief und auf unserer Homepage informiert über den genauen Turnus der Sommerkirche.

Evangelische Kirchengemeinden werden vom gewählten Presbyterium geleitet. Dies geschieht in gemeinsamer Verantwortung zwischen PfarrerIn und PresbyterInnen. Das Presbyterium kümmert sich mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin um das Management der Gemeinde (Personalfragen, Finanzen, Gebäude, …) und darum, dass Fragen des Glaubens verantwortungsvoll behandelt werden. Vieles davon läuft in geregelten Bahnen, auch das Kreiskirchenamt hilft dabei. Manches braucht aber auch Herz und Verstand, damit die Dinge gut und segensvoll laufen. Und dann gibt es natürlich noch das Gemeindeleben: kein Pflichtprogramm, sondern die Kür! PresbyterInnen können hier eine Menge anstoßen und bewirken, ganz nach Lust und Fähigkeiten.

Die evangelischen Kirchengemeinden werden nicht von oben gesteuert. Die Gemeindeglieder müssen Menschen wählen, die die Gemeinde leiten und als Team die Verantwortung tragen, also z.B. den Umgang mit Ehrenamtlichen prägen: wird jeder unterstützt, oder muss man erst einen Antrag stellen, wenn man aktiv werden will?

So einfach, wie diese rhetorisch klingende Frage ist die Antwort manchmal nicht. Hier liegt die Verantwortung zwischen dem Wunsch nach einer lebendigen Gemeinde und dem Zerrbild einer beliebigen Gemeinde. Im Austausch miteinander, vielleicht auch im Erstellen einer Konzeption, entsteht ein gemeinsames Bild, das hilft einen guten, eigenen Weg zu finden.

In Wolbeck wie in Frieden werden Menschen gebraucht, die diese Verantwortungen in einem Team tragen wollen. Und wenn Sie jetzt denken, dass Sie da nicht ins Bild passen … ein gutes Team braucht Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenserfahrungen, sonst gibt es keinen Austausch, sonst wird die Gemeinde in ihrer Vielfalt nicht wahrgenommen.

Am 1. März 2020 werden in der Evangelischen Kirche die Presbyterien neu gewählt. Gehen Sie wählen und lassen Sie sich wählen!

Beate S. Herbers
Vorsitzende des Presbyteriums der Ev. Friedenskirchengemeinde

Mit dem 1. Januar verrichtet Pfarrer Dr. Plate 15% seines Dienstes in der Friedenskirchengemeinde, die im Gegenzug diesen Dienst refinanziert. Für unsere Kirchengemeinde bedeutet dies, dass wir keine 100%-Pfarrstelle mehr zur Verfügung haben, was Auswirkungen auf den Pfarrdienst haben wird.

In der Christuskirche Wolbeck konnten die Arbeiten an der neuen Mikrofonanlage erfolgreich abgeschlossen werden. In den Weihnachtsgottesdiensten bestand die nun auf digitalen Standard umgestellte Anlage alle Anforderungen mit Bravour. Wir hoffen, dass unangenehme Rückkopplungen und eine nicht immer optimale Akustik nun der Vergangenheit angehören.

Um die Arbeitslast besser zu verteilen, hat das Presbyterium eine wesentliche strukturelle Veränderung beschlossen. Mit Wirkung vom 1. März übernimmt Pfarrer Dr. Christian Plate den Vorsitz des Presbyteriums, und das Kirchmeisteramt wird in das Amt eines Baukirchmeisters (Hans-Georg Klose) und eines Finanz-Kirchmeisters (Dirk Wittkamp übernimmt) aufgeteilt.

 

Liebe Leserinnen und Leser,
nach einem langen Winter erleben wir in diesen Tagen, wie die Natur Schritt für Schritt an Kraft gewinnt: erste Frühblüher recken ihre Hälse aus der Erde, die Zahl der Vogelstimmen im Garten nimmt wieder deutlich zu, und wenn sich die Sonne zeigt (selten genug ist es ja noch), dann spürt man bereits ihre stärker werdende Kraft ganz deutlich im Gesicht. Und auch wir stehen dieser Kraftentwicklung in der Natur nicht unbeteiligt gegenüber. Auch wir erleben, dass alte Kräfte zurückkehren - vielleicht nach einem längeren, jahrestypischen Infekt -, dass die Wintermüdigkeit langsam aber sicher der Vorfreude auf längere Sonnenstunden und den eigenen Garten weicht.

Es ist eine Art Verheißung, die in der Natur liegt, ein Vertrauensvorschuss an Kraft, der zeigt, was kommen wird, obwohl es noch nicht vollgültig da ist. Ein kleiner Vorgeschmack der Kraft, die sich explosionsartig und verschwenderisch ihren Weg bahnen wird und schon jetzt in jeder Knospe, jedem Sonnenstrahl und jeder Le-bensregung angelegt ist.

Ganz ähnlich verhält es sich auch mit der Verheißung Gottes, die die Jünger an Christi Himmelfahrt empfangen. „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen“ (Apg 1,8a), verspricht Jesus ihnen, bevor er in den Himmel aufgehoben wird. Ganz ähnlich wie in einer im Erdreich verborgenen Knospe entfaltet sich die in dieser Verheißung liegende Kraft nicht unmittelbar. Die Jünger hören die Worte ihres Meisters zwar, aber es will sich in ihnen trotzdem noch nichts ändern.

Die Trauer aufgrund des erneuten Abschieds, das Gefühl der Einsamkeit und eine gewisse Lethargie und Kraftlosigkeit bleiben. So sitzen sie beisammen in einem Haus in Jerusalem: nicht vollkommen hoffnungslos, aber auch nicht mit einer konkreten Perspektive für ihr Leben; nicht völlig allein, aber doch irgendwie isoliert. Erst mit Pfingsten ändert sich dies schlagartig. Wie die Kraft der Natur im Frühling entlädt sich die Kraft des Heiligen Geistes explosionsartig und treibt die Jünger raus aus der Isolation ihres Hauses und hinaus auf die Straße zu den Menschen.

Plötzlich können sie gar nicht anders, als zu erzählen und zu predigen, was sie erlebt haben: dass sie kraftlos und müde waren, resigniert und hoffnungslos, und plötzlich voll Gottvertrauen in die Zukunft blicken!

Ob wir auch so eine Kraftentwicklung erleben werden: in der Einstellung unserem Leben gegenüber, in dem Kontakt mit Gott, in der Auseinandersetzung mit Herausforderungen und Problemen? Ganz gleich, wie wir diese Frage in den kommenden Monaten beantworten werden, eines ist sicher: Die Zusage des Heiligen Geistes gilt auch uns, und Gott hat weitaus mehr Kraft in unser Leben gelegt, als wir manchmal erahnen!

Die Texte des Gemeindebriefes 171 wollen uns dazu anregen, diese Kraft wahrzunehmen. Lassen wir uns überraschen, was passiert, wenn wir der Kraft des Heiligen Geistes Veränderung zutrauen.

Liebe Leserinnen und Leser,

in einem Brief an den Münchner Hofkapellmeister und berühmten Komponisten Ludwig Senfl schreibt Martin Luther im Jahr 1530: „Denn wir wissen, dass die Musik auch den Teufeln zuwider und unerträglich sei. Und ich sage es gleich heraus und schäme mich nicht, zu behaupten, dass nach der Theologie keine Kunst sei, die mit der Musik könne verglichen werden, weil allein dieselbe nach der Theologie solches vermag, was nur die Theologie sonst verschafft, nämlich die Ruhe und ein fröhliches Gemüte“ (WA Br 5, 635-640, Nr. 1727).

Mit Liedern wie „Ein feste Burg ist unser Gott“, „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ oder „Nun freut euch, lieben Christen g`mein“ hat Luther den Wahrheitsgehalt seiner Aussage selbst eingeholt.
Die vor uns liegende Advents- und Weihnachtszeit bietet reichlich Gelegenheit, Musik zu machen und/oder Musik zu hören: in unserer Gemeinde wie bei uns zu Haus.

Unabhängig davon, welche Töne dabei erklingen, auf welche Lebensmelodien sie treffen und welche Resonanzen sie erzeugen, es handelt sich um Kirchenmusik, wenn sie zum Lobe Gottes erklingen. Für alle, die sich selbst als unmusikalisch bezeichnen würden, hat der 150. Psalm dabei eine entlastende Botschaft: In Gottes Ohren stellt bereits das Ein- und Ausatmen jedes Geschöpfes die schönste Melodie dar.

Darum: „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn! Halleluja!“ (Ps 150,6)
Ihr Pfarrer Dr. Christian Plate