„Small Cattlery“ so heißt das Duo Joana Mertens und Peter Voß. Mit ihrem einfühlsamen Gesang und ihrer Gitarrenbegleitung haben sie am 9. Juni die Menschen in der Gnadenkirche Albersloh begeistert.

Sie sangen große Songs bekannter Interpreten, die auf ihre Stimmen reduziert und mit Gitarrenspiel begleitet ganz anders klangen. Durch schöne Lichteffekte herrschte fast eine „Himmlische Atmosphäre“ in der Gnadenkirche.

Wie bereits Tradition, gab es zwischendurch Getränke und kleine Snacks, die das Organisationsteam Renate Koebbert, Elisabeth Seebröker und Birgit Quas zum Verzehr bereithielt.

Es war ein sehr stimmungsvoller Abend mit wunderbarem Gesang, begleitet mit Gitarre, von dem alle Anwesenden begeistert waren. Auch den beiden Musikern hat es in unserer Kirche gut gefallen, so dass es viele Zugaben gab.

Das Duo hat zu Gunsten unserer Kirche auf ihre Gage verzichtet. Die eingenommenen Spenden sind für den Erhalt der Gnadenkirche bestimmt.

Zum diesjährigen ökumenischen Gottesdienst am Pfingstmontag den 21. Mai hatten die katholische Kirchengemeinde St. Ludgerus und Martin zusammen mit unserer Kirchengemeinde in den Garten der Gnadenkirche  eingeladen. Unter Leitung von Pfarrer Dr. Christian Plate und Pater Babu wurde ein Gottesdienst gefeiert.

Dem Aufruf der Kirchen waren mehrere Dutzend Gläubige beider Konfessionen gefolgt. Bei  schönstem  Wetter  und strahlend blauem Himmel hörten die Anwesenden den Ausführungen von Pfarrer Dr. Plate zu seinen Gedanken rund ums Pfingstfest zu. Auch für die jüngsten Kirchenbesucher hatten sich die Organisatoren eine tolle Aufgabe ausgedacht.

So sollten die Kinder während der Predigt die einzelnen Buchstaben der Worte „FROHE PFINGSTEN“ malerisch gestalten. Mit viel Ruhe und Begeisterung fertigten die Kinder wunderschöne Buchstaben an, die ein buntes Gesamtbild ergaben. Im Anschluss an den Gottesdienst verweilten die Anwesenden noch bei Grillwurst und einem Kaltgetränk zu kurzen Gesprächen und kleinen Unterhaltungen, bevor man fröhlich auseinander ging.

Flog Jesus mit einer Rakete in den Himmel?
Haben Sie sich als Kind beim Herannahen des Himmelfahrtstages auch immer gefragt, wie das mit der Himmelfahrt von Jesus eigentlich funktioniert hat? Wie genau ist er in den Himmel gekommen?

Ich selbst habe es mir früher immer so vorgestellt, dass er irgendwie nach oben geschwebt sein muss. Jetzt bin ich erwachsen und muss gestehen, dass ich es noch immer nicht besser weiß. (Hand aufs Herz: Geht es Ihnen anders?)
In dem diesjährigen Familiengottesdienst an Christi Himmelfahrt in der Gnadenkirche Albersloh wurde in einem Rollenspiel zwischen einer Mutter und ihren beiden Söhnen (herrlich vorgetragen von Familie Deitmar) genau diese Frage diskutiert. Vielleicht nahm Jesus eine Rakete, mutmaßten die Jungen. Die Antworten der Mutter haben mich erleichtert: Sie konnte ihren Söhnen die Frage nämlich genau so wenig zu ihrer Zufriedenheit beantworten, wie es mir mit meinen Söhnen erging. Offenbar ist die Sache doch gar nicht so einfach.

Die Kinder bastelten im Gottesdienst Ferngläser und suchten damit den Himmel ab. Auch dort war die Lösung aber leider nicht zu finden.

Hatten wir vielleicht in der falschen Richtung gesucht? Ist der Himmel, in den Jesus aufgefahren ist, überhaupt oben über uns?

Pfarrer Dr. Plate machte mit uns einen Ausflug ins Englische, der völlig neue Möglichkeiten eröffnete. Die Engländer kennen nämlich nicht nur einen Himmel, sondern zwei, erklärte er uns: Sky und Heaven. Der „Sky“ ist oben bei den Wolken, dort also, wo wir uns die Himmelfahrt Christi bis dahin alle vorgestellt hatten. Der „Heaven“ kann aber überall sein. Er kann in der Kirche sein, in unserer Familie, im Garten, um uns herum und zudem für jeden an einem anderen Ort.

Vielleicht ist Jesus also gar nicht nach oben zu den Wolken gefahren, sondern ist ganz in unserer Nähe geblieben. Eine schöne Vorstellung, die uns über den Gottesdienst hinaus den ganzen Tag begleitet hat!
Die Frage, wie Jesus in den Himmel hineingekommen ist, bleibt aber, stellten unsere Kinder später fest. Sie ist sogar noch komplizierter als ursprünglich gedacht, denn der „Heaven“ lässt sich ganz sicher nicht mit einer Rakete erreichen.

Brot zu essen, ist keine Kunst, Brot zu backen schon!
Brot zu backen, ist nicht nur eine Kunst, sondern auch eine Philosophie. Wie lange soll ein Teig ruhen? Verwende ich ein Kochstück oder Brühstück? Gebrauche ich zur Lockerung Hefe oder Sauerteig, einen Ansatz oder einen Poolish oder Vorteig; bei Sauerteig eine starke Säuerung oder eine milde? Welche Mehle oder Getreidearten verwende ich?
Hat der Müller Mehl, der Bäcker Brot, leidet das Volk niemals Not!

Bekomme ich vom Müller Mehl oder Schrot, egal von welchem Getreide, kann ich durch mein Fachwissen ein schmackhaftes Brot backen. Dieses Brot kann man nicht nur essen, sondern auch genießen. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein ...

.. jedoch ohne Brot fehlt etwas. Die Vielfalt der Sorten und Geschmacksrichtungen stehen dem Wein, Kaffee, Whisky und der Schokolade in Nichts nach.  
Dieses merkt man erst, wenn man kein Getreide mehr essen darf. Für mich ist dieses eine Herausforderung gewesen, aus Pseudogetreide wie Hirse, Teff, Buchweizen, Mais, Reis, Quinoa und Kartoffeln ein schmackhaftes Brot zu backen, dem das herkömmliche Brot im Geschmack in Nichts nachsteht.
Brot ist Leben.
Mir sichert es den Lebensunterhalt. Aber Brot enthält alle wichtigen Nährstoffe, so dass ein Überleben nur mit Brot und Flüssigkeit möglich ist.

Brot ist nicht hart, aber kein Brot zu haben ist hart!
Ist es finanziell nicht mehr möglich, Brot zu kaufen, ist es hart, da man dann Hunger leiden muss. Aber aus hartem Brot kann noch viel gemacht werden: Paniermehl, Süßspeisen, arme Ritter, blinder Fisch, Wiederverarbeitung von Altbrot im Teig als Frischhaltemittel.
 
Mein Beruf als Bäcker ist nicht nur ein Beruf, sondern auch eine Berufung aus Leidenschaft, so dass ich immer noch großes Interesse habe, neue Sorten zu entwickeln. Es ist immer wieder eine Herausforderung, herkömmlich und ohne Zusatzstoffe, die nicht deklariert werden müssen, zu backen.
So kann ich sagen: „Gib dem Brot Zeit, gib dem Brot Liebe, gib dem Brot einfach das, was es braucht, dann kommt eigentlich immer etwas Schönes dabei raus.“

 

Seitdem ich mit meinem Weingeschäft vor 9 Jahren in Wolbeck ortsansässig wurde, werde ich des Öfteren gefragt, wie ich denn zum Wein gekommen sei. Mich führt das direkt zu der Frage: "Was bedeutet mir Wein?"

Für mich persönlich ist Wein weit mehr als nur ein geschmackvolles Getränk. In seiner unglaublichen Vielfalt ist Wein für mich ein Stück Lebensfreude, ein Tor zu einer Welt überaus interessanter Menschen und Eindrücke, Kulturgut und Lehrmeister. Auch hängen viele, für mich, kostbare Erinnerungen daran.
Nach einem anstrengenden Tag liebe ich es, mir und meinem Mann ein gutes Glas Wein zum Abendessen einzuschenken. Ich genieße den magischen Augenblick, wenn ein guter Wein seine Aromatik nach reifen Pfirsichen, tropischen Früchten oder auch Cassis im Glas entfaltet und sich dann beim ersten Schluck am Gaumen manifestiert.
Dieser Duft weckt auch direkt Erinnerungen an gemütliche Stunden mit meiner Freundin in einem Weinstübchen namens "Weinkrüger" zu meiner Osnabrücker Zeit. Da waren wir beide so um die 20 Jahre alt und es gab Müller Thurgau lieblich mit einem Korb Brot. Damals verstand ich noch nicht viel vom Wein - das habe ich erst sehr viel später bei einem in Deutschland noch wenig bekanntem, aber international führendem Institut für Weinausbildung, der „Wine and Spirit Education Trust“ nachgeholt.
 
Aber schon zu der Zeit versuchte ich mich in der Weinherstellung mit den Johannisbeeren aus dem heimischen Garten. Selbstverständlich ökologisch korrekt angebaut. Das Ergebnis allerdings legte mir nahe, das Keltern doch lieber den Profis zu überlassen.  

Wenn ich aber so darüber nachdenke, ist mir das Thema Wein aber schon sehr viel früher begegnet. Eigentlich bin ich schon von Kindesbeinen an damit in Berührung gekommen. Wie oft habe ich als Kind Gleichnissen gelauscht, die im   Zusammenhang mit dem Rebstock, dem Wein oder dem Weinberg stehen - sowohl als göttliche Segenszeichen wie auch bei Gerichtsandrohungen. Natürlich ist mir dabei das erste Wunder, das Jesus wirkte, das Weinwunder auf der Hochzeit zu Kana, besonders in Erinnerung geblieben.
   
Der Wein spielt nicht nur eine wichtige Rolle in der Bibel und im Abendmahl der christlichen Kirche. Er begegnet uns auch in unzähligen Spuren der Kulturgeschichte der Menschheit. In der griechischen und römischen Mythologie war und ist er als Göttergetränk, den Göttern Dionysos und Bacchus gewidmet. In anderen Kulturen findet er sich als Grabbeigabe. Auch wurde Wein zu medizinischen Zwecken verwendet. Weinbau und Weintrinken gehören zu wichtigen Kulturgütern der Menschheit.
 
Nicht vergessen möchte ich auch die Menschen, die mir seitdem begegnet sind, und mit denen ich so en passant im Geschäft ins Gespräch kam. Von so mancher Lebensgeschichte habe ich erfahren, die vom Tod des Partners, Leid, aber auch wiedergefundener Freude erzählt.
 
Genau DAS bedeutet Wein für mich. Es ist weit mehr als nur ein Getränk. Wein ist ein Abenteuer, das bildet, fordert, das Freude macht und Freunde bringt. Es ist faszinierend, die Menschen, die das "Kunstwerk Wein" durch harte und ebenso professionelle Arbeit erschaffen, kennenzulernen - und hochspannend, wie sie über ihr mit Liebe und Leidenschaft geschaffenes "Weinwerk" zu erzählen wissen.  

Mir ist bekannt, dass es in der Kirche sehr unterschiedliche Standpunkte zum Thema Wein gibt. Vielleicht sollten wir den harten Kritikern im Sinne von Konstantin Weckers Aussage: „Wer nicht genießt, wird ungenießbar“ - wie Paulus dem Timotheus - empfehlen, etwas Wein zu trinken.

PS: Der Rebstock gehört zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Die ältesten Zeugnisse der Weinherstellung stammen nach dem heutigen Stand der Wissenschaft aus Georgien (ab 6000 vor Christus). Und wussten Sie, dass die ersten Wildreben schon vor 80 Millionen Jahren Ihr Terrain mit den Dinosauriern teilten - Wein in der Bibel über 200mal erwähnt wird und Noah Winzer war? Mir war letzteres jedenfalls bisher entgangen.