Mein Name ist Anneliese Bieber-Wallmann. Ich bin Jahrgang 1951 und war Lehrerin am Gymnasium; die längste Zeit meines Berufslebens habe ich an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster gearbeitet, mit dem Schwerpunkt Kirchengeschichte. Dem Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Wolbeck gehöre ich seit 2018 an und habe einige Aufgaben im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit übernommen. Gern setze ich mich dafür ein, dass Menschen erfahren, wie der Glaube an Jesus Christus ihr Leben reich machen und zum Guten verändern kann.

Ich heiße Hans-Georg Klose und freue mich darauf, weitere 4 Jahre im Presbyterium unserer Kirchengemeinde mitzuarbeiten. Die angenehme Arbeitsatmosphäre im Presbyterium, die Akzeptanz unserer Arbeit in der Gemeinde, das Bedürfnis angefangene Projekte weiterzuführen und unsere Gemeinde weiterzuentwickeln, sind der Grund für mich, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Dabei hege ich die Hoffnung, noch mehr Gemeindemitglieder für diesen Weg begeistern zu können. Unsere Gemeinde weiter mit Leben zu füllen, ist für mich eine der wichtigsten Aufgaben.   

Hallo! Mein Name ist Henriette Leißing. Ich bin 49 Jahre, verheiratet und habe 3 Kinder. Eine Tochter heute 20 Jahre und 2 Söhne 18 und 13 Jahre.
Nach der Taufe meiner Tochter bin ich gefragt worden, ob ich nicht Lust hätte bei der Vorbereitung von Familiengottesdiensten mitzuwirken. Dazu kamen dann Kinderbibelnachmittage unddas alljährliche Krippenspiel. Es sind noch das Ehrenamtsteam und der Strukturausschuss für Albersloh dazugekommen. All diese Bereiche liegen mir besonders am Herzen. Da ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Presbyter-Amt.
Ich wünsche mir, mit meinem Engagement Kirche und das Gemeindeleben in Wolbeck und Albersloh aktiv mitgestalten zu können.


Mein Name ist Monika Wittig, ich bin pensionierte Gymnasiallehrerin, verheiratet und wohne seit knapp 8 Jahren in Wolbeck. Da ich schon in der letzten Amtsperiode zum Presbyterium gehört habe, werden mich einige sicher kennen. Ich halte es nach wie vor für wichtig, die Geschicke der Gemeinde aktiv mitzugestalten und weil mir die bisherige ausgesprochen harmonische Zusammenarbeit mit meinen Presbyterkollegen und unserem Pfarrer Freude gemacht hat, habe ich mich bereit erklärt noch vier Jahre weiterzumachen. Meine Schwerpunkte liegen in der Frauenarbeit und der Ökumene, meine Stärken sehe ich im organisatorischen Bereich.


Mein Name ist Alexander Michelis und ich bin 23 Jahre alt. Ich studiere an der WWU Münster Ev. Theologie und habe den Wunsch, nach dem Studium Pfarrer in einer Kirchengemeinde der Evangelischen Kirche von Westfalen zu werden.
Die Kirchengemeinde in Wolbeck ist meine Heimatgemeinde. Hier wurde ich im Jahr 1998 getauft und im Jahr 2011 konfirmiert. Seit Anfang 2019 engagiere ich mich aktiv in der gemeindlichen Konfirmandenarbeit.
Als ich gefragt wurde, ob ich es mir vorstellen könnte, ein Mitglied im Presbyterium zu werden, war für mich schnell klar, dass ich das sehr gerne wollte. Denn zum einen möchte ich in meiner Heimatgemeinde gerne mehr Verantwortung übernehmen und zum anderen möchte ich noch tiefer in unser Gemeindeleben einsteigen und dieses auch aktiv mitgestalten können. Des Weiteren ist die kommende Arbeit im Presbyterium ebenso eine hervorragende Gelegenheit für mich, dieses Leitungsgremium schon jetzt intensiver kennenzulernen. Und das ist bestimmt etwas, was mir in meinem späteren Berufsleben zu Gute kommen wird.
Meine Interessensschwerpunkte liegen in der gemeindlichen Jugendarbeit, der ökumenischen Zusammenarbeit vor Ort sowie in den Gestaltungsfragen des gottesdienstlichen bzw. spirituellen Lebens auch außerhalb des Sonntagsgottesdienstes.
Ich freue mich auf die kommende Zusammenarbeit im Presbyterium und hoffe, meine Begabungen in unserer Gemeinde sinnvoll einsetzen zu können.

Jugendreferent: Mit dem 1. September hat Sören Zeine seinen Dienst als Jugendreferent in unserer Gemeinde aufgenommen. Im Rahmen einer Viertelstelle wird er Angebote für Jugendliche und junge Familien organisieren und durchführen. Bei seiner erst einmal auf zwei Jahre befristeten Stelle sind wir dringend auf Spende angewiesen, da wir sie aus Haushaltsmittel nicht dauerhaft finanzieren können.

Aufgrund der konstant geringen Besucherzahlen der Gottesdienste in der Gnadenkirche Albersloh hat sich das Presbyterium dazu entschlossen, ab dem 1. Januar 2020 den Gottesdienst am ersten Sonntag im Monat in Albersloh zu streichen. Es finden folglich nur noch am 3. Sonntag eines Monats Gottesdienste in Albersloh statt, entweder mit Taufe oder mit Abendmahl. Ausgenommen sind natürlich die hohen kirchlichen Festtage.

Im Zuge der Kooperation mit der Friedens-Kirchengemeinde haben wir uns auf eine gemeinsame Liturgie geeinigt, die den Besuch eines Gottesdienstes in der jeweils anderen Gemeinde erleichtern soll. Sie tritt ebenfalls mit dem 1. Januar 2020 in Kraft. Für unsere Gemeinde bedeutet dies vor allem eine Änderung der Abfolge der Stücke der Eingangsliturgie. Die neue Reihenfolge lautet: Eingangsgebet, Gnadenspruch, Psalm, „Ehr sei dem Vater“, Kyrie und „Ehre sei Gott in der Höh“. Wir werden in den Gottesdiensten im Dezember und Januar intensiv darauf hinweisen. Es werden auch Liturgien ausliegen.

Kirchenwahl: Bis zum 29. November können Wahlvorschläge für das Presbyteramt beim Presbyterium abgegeben werden. Vorschlagbar ist jedes Gemeindeglied, das das 18. Lebensjahr vollendet hat und die Unterschrift von mindestens 5 Unterstützern auf sich vereinigen kann (ein entsprechendes Formular ist im Gemeindebüro erhältlich).
Insgesamt verfügt unser Presbyterium über sechs Presbyterstellen plus Pfarrer.
Gibt es nur sechs oder weniger Wahlvorschläge, gelten diese Kandidaten nach dem Ablauf einer Widerspruchsfrist als gewählt. Gibt es mehr Kandidaten als Stellen, findet am 3. März 2020 ein Urnengang im Anschluss an den 11-Uhr-Gottesdienst in der Christuskirche Wolbeck statt.

Einen groben Überblick über das Wahlverfahren finden Sie hier:
11.11. – 29.11.2019:Abgabe der Wahlvorschläge an das Presbyterium.
05.01.2020: Abkündigung des einheitlichen Wahlvorschlags bzw. Hinweis auf die Verkündigung des Wahlergebnisses am 26.01., wenn kein Urnengang stattfindet.
26.01.2019: Abkündigung des bestandskräftigen Wahlvorschlags bei Stattfinden bzw. Abkündigung des Wahlergebnisses, wenn kein Urnengang stattfindet.
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Bei Stattfinden eines Urnengangs:
27.01. – 02.02.2020: Auslegung des Wahlverzeichnisses
14.02.2020: Schließen des Wahlverzeichnisses
16.02. – 28.02.2020: Ausgabe der Briefwahlunterlagen
16.02.2020: 1. Abkündigung der Wahl
23.02.2020: 2. Abkündigung der Wahl
01.03.2020: Wahlsonntag
15.03.2020: Abkündigung des Wahlergebnisses und Hinweis auf Widerspruchsmöglichkeit
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22.03.2020: Amtseinführung des neuen Presbyteriums

„Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voll großer Zuversicht.“ (2. Kor 3,12)

Liebe Leserinnern und Leser, der aktuelle Gemeindebrief beschäftigt sich mit dem Thema „Hoffnung“. So unterschiedlich wie wir Menschen sind, so unterschiedlich sind auch unsere Hoffnungen. Manche hoffen auf Frieden oder auf die Verbesserung ihres Gesundheitszustandes, andere auf eine bessere Note in der nächsten Deutscharbeit oder den Meistertitel ihrer Lieblingsmannschaft.

Und so unterschiedlich unsere Hoffnungen sind, so ambivalent sind auch unsere Erfahrungen mit ihr: Manchmal werden Hoffnungen erfüllt, ein anderes Mal enttäuscht. Hoffnung ist dabei weitaus mehr als nur der Wunsch nach einer anderen Wirklichkeit, sie ist mehr als Sehnsüchte und Träume. Hoffnung ist das Salz in der Suppe, das unser Leben erst schmackhaft macht, weil es uns mit einer Wirklichkeit verbindet, die hinter allem Faktischen liegt. Wer hofft, der hat sich und die Welt noch nicht aufgegeben, der sieht noch Sinn, der fühlt sich noch verbunden mit dem Urgrund seines Seins.

„Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voll großer Zuversicht“ schreibt der Apostel Paulus seiner Gemeinde in Korinth und weist damit auf etwas Einzigartiges und Großartiges an unserer christlichen Hoffnung hin: Wir Christen können hoffen, weil wir wissen, dass Gott bereits gesiegt hat! In Christus gehören wir bereits einer neuen Welt an, die zwar noch nicht vollendet ist, aber sich schon jetzt Bahn bricht. Diese Hoffnung nimmt nicht mit einem Schlag alles Leid weg, bügelt nicht jeden Zweifel glatt, aber sie ermöglicht uns einen zweiten Blick auf unser Leben. Nur so können wir am Ewigkeitssonntag angesichts des Todes Lieder vom Leben singen – ohne die christliche Hoffnung wäre das nur zynisch.

Nur so können wir im Advent auf das endzeitliche Kommen Gottes warten – ohne die christliche Hoffnung wäre das nur vertane Zeit. Nur so können wir an Weihnachten die Menschwerdung Gottes feiern – ohne die christliche Hoffnung wäre die Weihnachtsgeschichte nur ein Märchen. Die christliche Hoffnung kann hoffen, weil Gott längst gesiegt hat, weil Gott den Stein vom Grab längst weggerollt hat, weil Gott sich längst zu uns auf den Weg gemacht hat, weil Gott am Ende unseres Lebensweges schon längst auf uns wartet.

Darum: Feiern wir unsere Hoffnung! Lassen wir einander Anteil an unserer Hoffnung haben: in den Gesprächen und Begegnungen in unserer Gemeinde, bei der Feier der Gottesdienste, beim Empfang der Sakramente. „Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voll großer Zuversicht!“

Es grüßt Sie herzlich
Ihr Pfarrer Dr. Christian Plate

Ver - antwortlich leben – Leben als Antwort.

Liebe Leserinnen und Leser,
Verantwortung ist ein Wort, das vielleicht etwas aus der Mode gekommen ist. Für manche wiegt es zu schwer oder klingt zu sperrig. Stattdessen  hört  man  immer  häufiger  von „Achtsamkeit“, „Sozialkompetenz“ oder „Engagement“.

Ich mag das Wort Verantwortung, weil in ihm etwas für mich Wesentliches steckt: Unser Handeln an anderen oder unserer Umwelt ist niemals etwas Erstes, sondern immer etwas Zweites. Es ist eine Antwort auf unseren Schöpfer, der durch sein Wort alles, was ist, erschaffen hat: die Natur, meinen Nächsten und mich.

Ein ver - antwortliches Leben zu führen, bedeutet in diesem Sinne, ein Leben als Antwort auf Gottes Handeln und Gottes Wort zu führen. Das kann bedeuten, dass ich manche Dinge  anders  bewerte  und  entscheide. Das kann bedeuten, dass ich mich in bestimmten Situationen anders verhalte und mit Ressourcen anders umgehe. In jedem Fall bedeutet es, dass ich mein Handeln mit dem in Verbindung bringe, was sich Gott für mein Leben wünscht.

Um ein Leben als Antwort, um verantwortliches Leben ging es auch Jesus. Als er einmal von einer Gruppe Schriftgelehrter nach dem höchsten aller Gebote gefragt wurde, antwortete er: „Höre Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und  von  allen  deinen  Kräften  [...]  und  deinen  Nächsten  wie  dich selbst“ (Mk 12,29 – 31).

Jesus wirbt dafür, dass wir uns auf Gott ausrichten und unser Leben an dem orientieren, was er uns gesagt hat. Jesus wirbt dafür, mit unserem Leben eine Antwort zu geben!

Auch die Gottesdienste, Veranstaltungen, Gruppen und Kreise in unserer Gemeinde geben auf ihre jeweils eigene Art und Weise eine Antwort auf Gottes Wort und Handeln, und dieser Gemeindebrief möchte Ihnen Lust machen, sich selbst immer wieder an einer Antwort zu versuchen – vielleicht ja mit dem Besuch einer unserer Veranstaltungen?!


Es grüßt Sie herzlich

Ihr Pfarrer  
Dr Christian Plate